Presseveröffentlichung 2015

 
Aus den Weinheimer Nachrichten vom 09.02.2015
 
Von lateinischen Messen, Waschfrauen-Gewäsch und fröhlichen Alten
 
Arbeiterwohlfahrt: Närrischer Seniorennachmittag bei der Arbeiterwohlfahrt Leutershausen / Stimmungslieder von Alleinunterhalter
Siggi / Büttenreden
 
Fastnacht bei der AWO: Auf die Gäste wartete ein unterhaltsamer Nachmittag. Bild: Dallinger
 
Leutershausen. Der närrische Seniorennachmittag der Leutershausener Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat eine lange Tradition und erfreut sich immer eines guten Besuchs. Auf die Gäste wartete ein buntes, abwechslungsreiches Programm, das vom Alleinunterhalter „Siggi“ musikalisch mitgestaltet wurde. Er lud zum Mitsingen und Schunkeln ein. Natürlich waren die Räumlichkeiten dem Anlass entsprechend geschmückt. Bürgermeister Manuel Just war ebenfalls gekommen.
AWO-Vorsitzende Ingrid Scholz erinnerte mit ihrem stimmungsvollen Vortrag daran, dass in den Gottesdiensten vor dem Konzil das Kirchenvolk nicht viel verstanden habe, denn die Messen seien früher in Latein gelesen worden. Für die Menschen seien dies zumeist Worthülsen gewesen. Für viel Heiterkeit unter den Besuchern sorgte ihre Darstellung eines Besuchs einer lateinischen Messe, die sie als kleines Mädchen erlebt hatte.
Als Alleinunterhalter „Siggi“ nach einigen Schunkelliedern die „zwei Frauen von der Wäscherei (Kristina Reiber und Petra Heckmann) ankündigte, stieg die Stimmung immer mehr. Es war sehr schön, wie sich die beiden Waschfrauen die Wörter hinund herwarfen, bis alles geklärt war. Dafür gab es Riesenapplaus.
Seit zehn Jahren steht Erna Bock bei der AWO-Fastnacht in der Bütt – was die Senioren besonders würdigten. In diesem Jahr war sie froh, eine „Alte“ sein zu können und schilderte die „Vorteile, wenn man alt ist.“ Viel Applaus und ein besonderes Dankeschön gab es dafür von der AWO-Vorsitzenden Ingrid Scholz für den gelungenen Auftritt.
Die verzweifelten Kochversuche einer jungen Frau trug Susanne Kehl vor. Sie nahm das Kochbuch viel zu wörtlich. „Miss Neureich“ (Uschi Busse) erzählte einiges aus ihrem Leben und bekam dafür ebenfalls donnernden Applaus.
Inzwischen hatte der AWO-Fastnachtsnachmittag seinen Höhepunkt erreicht: Der Musiker bat zur Polonaise. Dabei zeigte sich, welche Ausdauer ältere Semester noch haben, als sie durch sämtliche Räume der Alten Villa in der Leutershausener Bahnhofstraße zogen. Auch wenn es hier und da etwas
„zwickte und zwackte“ wurde immerhin noch ein flottes Tänzchen auf das Parkett gelegt.
Es wurde schon langsam dunkel, als die Mitglieder, Freunde und Gäste nach einem schönen und abwechslungsreichen Nachmittag, den Heimweg antraten.
 
 
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