Presseveröffentlichung 2010

 
 
Resl Freitag beim Gedichtvortrag
 
Bernhard Frank beim Singen mit den Senioren
Fotos: Hildebrand
 
Hirschberg-Leutershausen. (hil) Als hätten die AWO – Verantwortlichen einen Pakt mit dem Wettergott abgeschlossen: Pünktlich zum „kleinen Sommerfest“ des AWO-Ortsvereins im Hof der Alten Villa kam nach einigen Regentagen der Sommer zurück und es lachte die Sonne vom Himmel. Bei sehr gutem Besuch herrschte bald eine tolle Stimmung bei den Besuchern. Da freute sich natürlich die Vorstandsspitze  Ingrid Scholz und Thea Kolb mit ihren Helferinnen und die deckten schnell die Tische ein. Beim Mittagessen hatten es den Besuchern vor allem die vielen Salate angetan, allesamt wieder selbst zubereitet von den Helferinnen. Und noch etwas war sehr erfreulich: „So viele Männer kommen normalerweise nicht an den Seniorennachmittagen zu uns“, freute sich Ingrid Scholz über deren Erscheinen. Gut gelaunt präsentierte sich dann Resl Freitag bei ihrem Vortrag „Der Sommer ist die schönste Zeit“. Als sie am Schluss noch einen selbstverfassten Vers einbaute „Aber im schattigen Villa- Hof ist es doch am schönsten“, gab es auch hier viel Applaus.
Brigitte Berninger spendierte zur allgemeinen Überraschung ein Eis für jeden Besucher und schon tischten die Helferinnen Kaffee und Kuchen auf, wobei der Kuchen natürlich wieder traditionell selbst gebacken war!
Es war bereits das zweite Sommerfest im Hof der Alten Villa und hier finden die Senioren ideale Verhältnisse vor. Sofern das Wetter mitspielt und das tat es am vergangenen Samstag.
Bewusst legten die Verantwortlichen das Sommerfest auf den Zeitpunkt des Ferienbeginns , um den prallvollen Hirschberger Terminkalender etwas zu entlasten.
Dann war Bernhard Frank angekündigt worden mit seinen Mundartgedichten, der amüsante Geschichten in Mannheimer Mundart vortrug und zwischendurch mit den Senioren einige Lieder sang. Auch aus dem AWO - Liederbuch durften sich die Besucher einige Lieder wünschen und allen hatte dieser Nachmittag sehr viel Freude bereitet und langanhaltender Beifall war der verdiente Lohn für Bernhard Frank. Viele hielten bis zum Abend im Hof der Villa aus und merkten bei so viel Gesprächstoff überhaupt nicht, wie schnell die Zeit verging.
Werner Hildebrand (hil) rnz
 

Von "schlimme Bee" und "wehe Fieß"


Vereint ums AWO-Emblem: Das Sommerfest im Hof der Alten Villa fand reichlich Zuspruch gerade bei der älteren Generation. Bild: Arnold

Leutershausen. Beim Sommerfest, das die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Leutershausen jedes Jahr zu Beginn der großen Ferien veranstaltet und zu dem sie nicht nur ihre Mitglieder, sondern auch Freunde einlädt, war am Samstag im Hof der Alten Villa so einiges los. Die Stimmung war super, bereits schon bevor Mannheimer Mundartkünstler Bernhard Frank zu seiner Gitarre griff und allerlei lustige Geschichten in Pfälzer oder Mannheimer Mundart zum Besten gab.

"Wir veranstalten dieses Sommerfest jedes Jahr, in der Hoffnung, dass sich auch einmal neue Gesichter blicken lassen", bemerkte Thea Kolb, und Ingrid Scholz ergänzt, dass man am Morgen schon befürchtet habe, dass man das Sommerfest in die Alte Villa verlegen müsse. Doch das Wetter spielte nach den verregneten letzten Tagen mit. Die Sonne verwöhnte die Gäste, die es sich unter den Sonnenschirmen mit dem AWO-Emblem gemütlich gemacht hatten. Zur Auswahl fürs Mittagessen standen Schnitzel mit selbstgemachtem Kartoffelsalat und Würstchen.
Dann kam er die große Überraschung, die Mitglied Thea Kolb für diesen Nachmittag engagiert hatte: Bernhard Frank, der mit flotten Mundartsprüchen und Gedichten, schlitzohrigen Charme und skurrilen Reimereien richtig Stimmung unter die Feiernden brachte. Der Künstler, der sich für den Bewahrer der reinen "Muddersproch" hält, gab seinen Zuhörern erst einmal eine kleine Lektion im Verstehen des Monnheimer Dialekts. Er erklärte feine Nuancen das Kurpfälzische etwa zwischen "Mir tun mei Bee weh" und "Mir tun mei Fieß weh bis owwe nuff" und ließ das Kosewort "Bobbele" auf der Zunge zergehen. Frank erzählte die Story vom "verschwundenen Unterrock" einer Mannheimer Marktfrau und klönte darüber, was passieren kann, wenn man nach vielen Jahren Ehe wieder zu dem Baum im Waldpark pilgert, wo einst in des Baumesrinde die Zeichen der ewigen Liebe geritzt worden waren. Zwischen den Einlagen wurde immer wieder Wunschlieder der Gäste gesungen. So fiel die Wahl auf "Hoch auf den gelben Wagen" oder das Klagelied über die "verschwundene Jugendzeit". greg
Artikel vom: 02.08.2010 Weinheimer Nachrichten

 
 
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