Presseveröffentlichung 2010

 
Rhein-Neckar-Zeitung Mai 2010
 
Formulare, Hilfsmittel und viele andere Dinge
 
 

Die AWO- Vorsitzende Ingrid Scholz bedankte sich mit einem Präsent bei der Referentin Irmtraud Schrödersecker für den interessanten Vortrag. (Foto: Hildebrand)

 

Hirschberg-Leutershausen. (nd) Formulare, Hilfsmittel und viele andere Dinge sind für die Senioren außerordentlich wichtig, aber auch manchmal sehr kompliziert. Gut, dass es in der heutigen Gesellschaft noch Menschen gibt, die sich ehrenamtlich engagieren. Eine dieser Frauen ist die in Leutershausen wohnende Irmtraud Schrödersecker. Viele Stunden in ihrer Freizeit verbringt sie damit, anderen Menschen in ihrer Not und Verzweiflung beizustehen und ihnen völlig unbürokratisch zu helfen. Sie ist Anlaufstelle in bestimmten Anliegen, genau wie Ingrid Scholz, die Vorsitzende der AWO Leutershausen oder Bernd Lauterbach vom Hirschberger Bürgerbüro, die ebenfalls kompetente Ansprechpartner sind.
Irmtraud Schrödersecker kam zu den AWO – Senioren in die Alte Villa, um sie über ihre Möglichkeiten im Alter zu informieren und Fragen zu beantworten. Schwerpunkte ihrer Ausführungen waren natürlich die Pflegestufen. In der Stufe eins (Erheblich Pflegebedürftige) sei wöchentlich im Tagesdurchschnitt ein Zeitaufwand von mindestens 90 Minuten veranschlagt, davon entfallen mehr als 45 Minuten für die Grundpflege. Dazu gehören die Bereiche Körperpflege, Ernährung oder Mobilität.
In der Stufe zwei (Schwer Pflegebedürftige) sind wöchentlich im Tagesdurchschnitt mindestens drei Stunden angesetzt, davon mindestens zwei Stunden Grundpflege.
Fünf Stunden wöchentlich im Tagesdurchschnitt sind bei der Pflegestufe drei (Schwerst Pflegebedürftige) festgelegt, davon mindestens vier Stunden Grundpflege. Rund um die Uhr, auch nachts, werden dabei die Patienten versorgt.
Irmtraud Schrödersecker bot ihre Hilfe an zum Beispiel bei Anträgen ausfüllen, Besorgungen machen und Beratungen durchzuführen. Vorrangig sei immer der Datenschutz, sodass die Senioren nicht Angst haben müssen, Vertrauliches preiszugeben. Hilfe gebe es weiter bei Beschaffungen von Pflegehilfsmitteln wie Rollator, Krankenbett und vieles andere mehr. Allerdings sei die jeweilige Pflegstufe maßgebend, so die Referentin, und das entscheide letztendlich immer der Medizinische Dienst der Krankenkassen.
Natürlich gibt es auch die Sozialstationen und Privaten Pflegedienste, doch dies sei alles mit Kosten verbunden. „Diese Einrichtungen sind praktisch Unternehmen“, schloss Irmtraud Schrödersecker.
Ingrid Scholz bat die Senioren, diese Angebote auch wahrzunehmen: „Das Angebot steht, wir sind die richtigen Stellen und es gibt keine weiten Wege“. Mit einem Präsent dankte die Vorsitzende der Referentin , die am Schluss zusammen mit den Senioren und Helferinnen mit einem Glas Sekt auf den 90. Geburtstag von Erika Schüler anstieß.

 
 
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