Presseveröffentlichung 2007

 
Muttertagsfeier 2007
 

Voll besetzt bis auf den letzten Platz waren die schön gestalteten Räume der Alten Villa in der Bahnhofstraße 37. Dorthin hatte die Arbeiterwohlfahrt, Ortsverein Leu­tershausen, zur Muttertagsfeier eingeladen. Mit einem Gedicht zum Muttertag: "Was soll ich dir sagen? Ein langes Gedicht? Ich hab dich lieb! Mehr weiß ich nicht!", ent­bot AWO‑Vorsitzender Joachim Kemper den Gästen, unter ihnen Hermann Schnei­der, mit 94 Jahren ältester Teilnehmer, herzliche Willkommensgrüße.

Frau Gerda Bock machte mit ihrem Vortrag unter dem Motto "Miteinander ‑ fürein­ander" deutlich, wie wichtig das Miteinander von Alt und Jung ist und welchen Wert die Erinnerung an längst vergangene Zeiten für die Menschen hat, auch wenn sie nicht nur Freude für sie bereithielten, und wie bedeutsam es ist, miteinander zu gehen und füreinander einzustehen, und das ein Leben lang. Die Kinder des evangelischen Kindergartens erfreuten die Seniorinnen und Senioren mit Gedichten, Liedern und Musik. Ein Junge sagte ein Gedicht zum Muttertag auf, gemeinsam sangen die Klei­nen ein Lied und mit dem Glockenspiel, der Triangel, Trommel und Ratsche zeigten sie, dass sie mit den Instrumenten schon gut umgehen und Musik machen können.

Vorsitzender Joachim Kemper wies in einer Betrachtung zum Muttertag darauf hin, dass dieser in den Ländern an verschiedenen Tagen des Jahres gefeiert wird. Zum ersten Mal begangen wurde der Muttertag Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA, erfuhren die Gäste. Anna Jarvis in Philadelphia startete am 9. Mai 1907, zum 2. Todestag ihrer Mutter, eine Initiative für die Einführung eines offiziellen Feiertages zu Ehren der Mütter. Die Bewegung wuchs rasch an, und bereits 1909 wurde der Muttertag in 45 Staaten der USA gefeiert. 1912 führten ihn die Methodisten ein, und am 8. Mai 1914 wurde dann vom US‑Kongress der 2. Sonntag im Mai zum Mutter­tag erklärt. Nachdem England den "mothering day" übernommen hatte, verbreitete sich der Feiertag 1917 in der Schweiz, 1918 in Norwegen, 1919 in Schweden, in Deutschland seit 1922 und 1924 in Österreich. Während des Nationalsozialismus wurde die Feier des Muttertages mit der Idee der germanischen Herrenrasse ver­knüpft. Schon 1933 wurde der Muttertag ein offizieller Feiertag und 1938 wurde zu­sätzlich das Mutterkreuz eingeführt, das auch am Muttertag verliehen wurde. In den Ländern der Welt wird der Muttertag an verschiedenen Tagen des Jahres gefeiert vom 2. Sonntag im Februar in Norwegen bis zum 22. Dezember in Indonesien.
Nach einem weiteren Gedicht zum Muttertag gab es im Verlauf des Nachmittags noch viel Unterhaltsames. Ehrenvorsitzende

Helene Eichholtz trug aus einem Büchlein von Hermann Löns "Der zweckmäßige Meyer" die Geschichte "Ein ekliges Tier" vor. Diese handelte von einer schwarzen, hauslosen Schnecke, der sich eine Frau auf Lebenszeit verpflichtet fühlte. Schließlich sei die Wegschnecke ein guter Wetterverkünder; denn wenn der Himmel auch noch so heiter sei und schon morgens die Schnecken aus den Erdlöchern angekrochen kommen, könne man getrost davon ausgehen, dass es bald regnen werde. So habe das eklige Tier schon seinen Zweck.

In gemütlicher Runde saß man zusammen, plauderte über dies und das und genoss den von fleißigen Frauen servierten Kaffee und Kuchen. Schließlich erhielt jeder Gast ein Gläschen Sekt, und jede Frau durfte ein Blumenstöckchen mit nach Hause nehmen, das zuvor noch die Tische zierte.

 
 
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